INGALA

Aufgewachsen in Leipzig entwickelte sich meine Liebe zum Singen und zur Bühne im Gewandhauskinderchor und vor allem im Kinderchor der Oper Leipzig.

Nach meiner Schulzeit arbeitete ich als Regieassistentin. Seit meinem Studium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig sowie an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar erweitere ich kontinuierlich meine Ausdrucksmöglichkeiten als klassische Sängerin.

Unabhängig von Stilrichtung oder Repertoire geht es mir stets um Ausdruck, um Aussagekraft, um Wahrhaftigkeit in der Stimme – um Nähe und Verbindung.

Meine Projekte beziehen sowohl das klassische Repertoire der Oper, des Oratoriums und der Kammermusik ein als auch darüber hinausgehende Formen. Bewusst entziehen sie sich einer eindeutigen Einordnung. Ich arbeite spartenübergreifend, um dem Musiktheater als Gesamtkunstwerk näherzukommen.

Dabei stehe ich auf klassischen Opern- und Konzertbühnen – unter anderem am ehemaligen Hebbel am Ufer in Berlin, am Landestheater Eisenach, bei den Opernfestspielen Heidenheim, am Theater an der Wien, an der Volksbühne sowie im Dschungel Wien – ebenso wie bei Open-Air-Formaten im öffentlichen Raum.

Zeitgenössische Musik & Uraufführungen

Neue Musik und Uraufführungen von Belma Bešlić-Gál, Tamara Friebel, Elmar Lampson, Siegfried Thiele, Wolfgang Florey, Bruno Spoerri und Renald Deppe führten mich unter anderem zum ECLAT Festival „Musik der Jahrhunderte“ in Stuttgart, in die Tonhalle MAAG in Zürich, ins Porgy & Bess in Wien sowie zum Festival „Slovo Gorcina“ in Bosnien.

Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Markus Kupferblum in Wien eröffnete mir ideale Bedingungen, mich als Sängerin und Schauspielerin gleichermaßen in die Inszenierungen der Schlüterwerke einzubringen.

Aktuelle künstlerische Ausrichtung

Meine aktuellen Projekte sind stark von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt. Ich bin überzeugt, dass alles, was die europäische Kultur getragen hat und trägt, stets auch im globalen Kontext zu betrachten ist. Emigration, Krieg und Verlust hinterlassen Spuren.

So wird jeder Ton zu einer Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart – zwischen mir und dem Publikum.

2023 nahm ich gemeinsam mit dem Ensemble echo_von_nichts und weiteren Musiker:innen die CD OBHUT auf. Sie bündelt die Quintessenz meiner Arbeit: Wiegenlieder aus fünf Jahrhunderten werden hier zum Symbol für Schutzraum – als emotionale Verbindung zur Vergangenheit und zugleich als Ruf in die Zukunft.